
Am Samstag, den 23. Mai 2026, wurde die Bergrettung Ebensee gegen 19 Uhr zu einem Sucheinsatz im Bereich des Arikogels am Offensee alarmiert.
Ein 78-jähriger, erfahrener Bergsteiger aus Attnang war bereits am Vormittag zu einer Bergtour aufgebrochen und nicht mehr zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt. Nachdem der Mann nicht erreichbar war, verständigten Angehörige die Einsatzkräfte.
Die Mannschaft der Bergrettung Ebensee begann umgehend gemeinsam mit dem Polizeihubschrauber, den Hundeführern der Bergrettung Oberösterreich sowie der Drohnengruppe der Feuerwehr Roith und der Bergrettung Ebensee eine großangelegte Suchaktion. Mehrere Suchtrupps stiegen bei bereits einsetzender Dunkelheit in das steile und unwegsame Gelände auf und suchten die zahlreichen Steige und Wege im vermuteten Einsatzgebiet ab.
Der nachtflugtaugliche Polizeihubschrauber konnte das Suchgebiet entscheidend eingrenzen. Gegen 22:30 Uhr konnte der Vermisste schließlich von einem Suchtrupp der Bergrettung aufgefunden werden. Für den Bergsteiger kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Aufgrund des steilen, absturzgefährdeten Geländes war eine terrestrische Bergung in der Nacht nicht mehr möglich. Der Verunglückte wurde mittels Gebirgstrage zu einem geeigneten Übergabepunkt gebracht und am Folgetag bei Tageslicht durch den Polizeihubschrauber „Libelle“ geborgen.
Im Einsatz standen 21 Mitglieder der Bergrettung Ebensee, darunter vier Hundeführer, drei Alpinpolizisten sowie sechs Mitglieder der Feuerwehr Roith mit der Drohnengruppe.
Die Bergrettung Ebensee ist in Gedanken bei den Angehörigen und spricht ihr aufrichtiges Beileid aus.